Mein erster Aufenthalt in einem Yoga Vidya Ashram war reich an neuen Eindrücken und Erfahrungen.

Vor allem beeindruckten mich der frühmorgendliche und abendliche Satsang – eine spirituelle Zusammenkunft aller Ashram Bewohner zur gemeinsamen Meditation, Besinnung und zum Singen von wunderschönen Mantras in Sanskrit. Ich hatte außerdem das Glück, in diesem Rahmen an einer Homa -(Feuer)  Zeremonie sowie an einer Mantrenweihe teilnehmen zu dürfen. Bei letzterer werden frischgebackene Yogis und Yoginis auf ein Mantra eingeschworen und auf einen ausgewählten persönlichen spirituellen Namen getauft.

Was die Yogapraxis betrifft war diese sehr fordernd und für mich ungewohnt. Sechs Stunden Yoga bzw Workshop pro Tag stellten auch mich vor eine körperliche Herausforderung. Insbesondere die Rishikesh Serie mit Kopfstand, Schulterstand, Pflug aber auch Heuschrecke (!) und Bogen mehrmals täglich hatte es in sich!

Die Fortbildung selbst war sehr bereichernd: die therapeutischen Serien aus dem Ashtanga Yoga zum Thema Hüfte kann ich nicht nur für mich selbst gut anwenden, sondern auch zukünftig meinen SchülerInnen im Unterricht gut vermitteln. Wieder auf Basis des yogatheoretischen Hintergrunds der Bhagavad Gita praktizieren zu dürfen half das Mindset gut zu erden und neu zu strukturieren.

Ich bin sehr dankbar für dieses Abenteuer – und schlussendlich gab der Westerwald auch landschaftlich und urban einiges her!